
Checkliste - Hygiene in Alten- und Pflegeheimen - RALLOPACK
Checkliste: Hygiene in Alten- und Pflegeheimen - Warum ist sie so wichtig?
Genau wie Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen, beherbergen auch Alten- und Pflegeheime besonders vulnerable Gruppen, für die ein hohes Mass an Hygiene im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig sein kann. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die richtige Reinigung und Hygiene im Altenheim und das passende Reinigungsmaterial für nahezu jeden Bedarf.
Hygiene in Alten- und Pflegeheimen: Eine besondere Herausforderung
Infektionskrankheiten wie Grippe, Noroviren oder multiresistente Keime können sich in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen schnell verbreiten und schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Multiresistente Keime (MRK) sind Bakterien, die gegenüber mehreren Antibiotika unempfindlich sind und dadurch schwer behandelbare Infektionen verursachen können. Besonders in Alten- und Pflegeheimen stellen sie ein grosses Risiko dar.
Denn gerade ältere Menschen haben oft ein geschwächtes Immunsystem und sind daher besonders anfällig für Infektionen. Zudem leiden die Bewohnerinnen und Bewohner in Altenheimen oft unter chronischen Erkrankungen, wodurch das Risiko von Krankenhauskeimen steigt. Hinzu kommt, dass Alten- und Pflegeheime Gemeinschaftseinrichtungen sind, in denen sich täglich viele Menschen begegnen. Ein durchdachtes Hygienekonzept schützt dabei nicht nur die Bewohner und Bewohnerinnen des Altenheims, sondern auch deren Angehörige sowie andere Besucher und Besucherinnen.
Vor diesem Hintergrund ist es essenziell, dass Altenheime und Pflegeheime strikte Hygienemassnahmen einhalten, um
• Infektionsketten zu unterbrechen
• das Wohlbefinden der Bewohner und Bewohnerinnen zu verbessern
• gesetzliche Vorgaben einzuhalten
• das Pflegepersonal zu schützen
Gut zu wissen: Nicht nur in der (Alten-) Pflege spielt Hygiene eine wichtige Rolle. Auch in Krankenhäusern und Arztpraxen gelten spezifische Vorgaben, um Infektionen zu vermeiden. Mehr zu den Hygienevorschriften im Krankenhaus sowie dem Hygienemanagement in der (Haus-) Arztpraxis erfahren Sie in unserem Blog.

Hygienevorschriften im Alten- und Pflegeheim – Gesetzliche Grundlagen
In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich unterliegen Alten- und Pflegeheime strengen Hygienestandards, die von den jeweiligen Gesundheitsbehörden engmaschig überwacht werden. Diese Vorschriften regeln, wie Reinigung, Desinfektion und Infektionsschutz in Pflege- und Altenheimen umzusetzen sind. Dabei ist ein betrieblicher Hygieneplan in allen drei Ländern unverzichtbar. Dieser Plan sollte
· individuell an das jeweilige Alten- oder Pflegeheim angepasst sein
· klar definierte Hygienemassnahmen enthalten (wie z.B. das Tragen von Schutzkleidung oder eine regelmässige Bodenreinigung und Flächendesinfektion)
· immer wieder aktualisiert werden.
Nur so ist sichergestellt, dass der Hygieneplan den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den geltenden gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes entspricht.
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Gesetzliche Hygienevorgaben in der Schweiz…
In der Schweiz sind die kantonalen Gesundheitsbehörden zuständig für die Einhaltung der Hygienestandards in Altenheimen und Pflegeheimen. Grundlage ist das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen. Dieses so genannte Epidemiengesetz (EpG) legt fest, welche Massnahmen zur Infektionsprävention in Pflegeeinrichtungen erforderlich sind:
· Die Einhaltung eines Hygieneplans: Dieser muss regelmässig überprüft und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst werden, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden und eine lückenlose Umsetzung der Hygienemassnahmen zu ermöglichen.
· Die Schulung des Personals: Schulungen finden mindestens einmal jährlich statt, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden über aktuelle Hygienestandards informiert sind. In Risikobereichen oder bei neuen gesetzlichen Vorgaben sind zusätzliche Unterweisungen erforderlich – etwa zur richtigen Anwendung von Desinfektionsmitteln, zum korrekten Einsatz von Schutzkleidung oder zum Umgang mit infektiösen Bewohnerinnen und Bewohnern.
· Regelmässige Kontrollen und Inspektionen: Die zuständigen Gesundheitsbehörden kontrollieren in regelmässigen Abständen, ob die vorgeschriebenen Hygienemassnahmen eingehalten werden. Werden Verstösse festgestellt, können Auflagen erteilt, Nachbesserungen angeordnet oder in schweren Fällen Sanktionen verhängt werden.
… sowie in Deutschland und Österreich
In Deutschland regeln das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) die Hygienemassnahmen in Alten- und Pflegeheimen. Das IfSG setzt den gesetzlichen Rahmen, während das RKI Vorgaben zu Desinfektionsmassnahmen, Schulungshäufigkeit und Hygienekontrollen macht.
In Österreich sind Altenheime und Pflegeeinrichtungen an das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) sowie die Richtlinien des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gebunden. Die Hygienevorgaben umfassen unter anderem Massnahmen zur Händehygiene, den Einsatz von Schutzkleidung (wie z.B. Haarnetze und Vlieshauben oder Schutzbrillen) und die Infektionsprävention in Gemeinschaftsbereichen.
Doch unabhängig davon, in welchem Teil der DACH-Region Sie ansässig sind: Ein grosser Teil der Hygienevorschriften in Alten- und Pflegeheimen betrifft die persönliche Hygiene des Pflegepersonals, da diese massgeblich zur Vermeidung von Infektionen beiträgt.
Hygiene im Altenheim: Welche Rolle spielt das Personal?
Pflegekräfte tragen eine zentrale Verantwortung für den Infektionsschutz in Alten- und Pflegeheimen. Durch konsequente Hygienemassnahmen lässt sich die Verbreitung von Krankheitserregern wirksam reduzieren.
• Regelmässige Händedesinfektion: Die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Eine gründliche Desinfektion ist vor und nach jeder Pflegehandlung, vor aseptischen Tätigkeiten sowie nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Bewohnerinnen und Bewohnern oder deren Umgebung unerlässlich. Desinfektionsspender sollten strategisch platziert werden, um die Nutzung zu erleichtern.
• Tragen von Schutzkleidung: Einweghandschuhe, Kittel oder Einwegschürzen, Masken und Überschuhe reduzieren das Infektionsrisiko erheblich, insbesondere beim Umgang mit infektiösen Bewohnern und Bewohnerinnen oder Materialien. Besonders in Zeiten erhöhter Infektionsgefahr, wie während der Grippe- oder Erkältungssaison, sollten FFP2- oder chirurgische Masken getragen werden, um die Verbreitung von Tröpfcheninfektionen zu minimieren. Überschuhe sind ebenfalls wichtig, um eine Verschleppung von Keimen über die Schuhsohlen zu vermeiden.
• Vermeidung von Schmuck und künstlichen Nägeln: Schmuckstücke und lange Fingernägel können Keime leicht aufnehmen und erschweren eine gründliche Händereinigung.
• Meldung von Erkrankungen: Pflegekräfte mit Infektionssymptomen müssen sich unverzüglich abmelden, um eine Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.
• Regelmässige Schulungen: Das Pflegepersonal muss in Hygienevorschriften geschult werden, um die Umsetzung und Einhaltung der Massnahmen sicherzustellen.
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Reinigung und Desinfektion von Räumen und Oberflächen
Eine systematische Oberflächenreinigung und Flächendesinfektion ist das A und O, um der Verschleppung von Keimen in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen effektiv entgegenzuwirken. Besonders Oberflächen, die häufig berührt werden, wie Türklinken, Lichtschalter und Handläufe, müssen regelmässig desinfiziert werden. Aber auch Möbel, Pflegebetten und Sanitäranlagen benötigen eine routinemässige Reinigung.
Empfohlene Reinigungsfrequenzen:
• Täglich: Gemeinschaftsräume, Sanitäranlagen, Essbereiche
• Mehrmals täglich: Kontaktflächen wie Türklinken, Handläufe, Telefone
• Wöchentlich: Grundreinigung der Bewohnerzimmer
• Nach Bedarf: Intensivreinigung bei Kontamination oder Epidemieverdacht
Ein durchdachtes Reinigungskonzept legt fest, welche Mittel und Methoden für welche Bereiche eingesetzt werden. Für eine optimale Hygiene in Alten- und Pflegeheimen ist nicht nur die richtige Reinigung, sondern auch die fachgerechte Abfallentsorgung von enormer Bedeutung.
Gewusst wie: Abfall sicher und hygienisch entsorgen
Insbesondere infektiöse Abfälle, wie kontaminierte Einmalhandschuhe, Schutzkittel oder Verbandmaterial, müssen in dafür vorgesehenen, verschliessbaren Behältern oder speziellen Abfallsäcken entsorgt werden. Auch der getrennte Umgang mit Hausmüll, biologischen Abfällen und Arzneimittelresten trägt dazu bei, Infektionsrisiken zu minimieren und die Umwelt zu schützen. Für eine sichere und praktische Handhabung bieten sich beispielsweise Quick-Bag Abfallsäcke mit Zugband oder andere Mehrzweckbeutel an.
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FAQ – Häufige Fragen zur Hygiene in Alten- und Pflegeheimen
Warum ist Hygiene im Alten- und Pflegeheim so wichtig?
In Pflegeheimen gibt es viele Kontakte zwischen Bewohnern und Bewohnerinnen, Pflegekräften sowie Besuchern und Besucherinnen. Ohne konsequente Hygienemassnahmen können sich Krankheitserreger schnell ausbreiten. Eine gute Infektionsprävention schützt alle Beteiligten und sorgt für ein sicheres Umfeld.
Checkliste: Was gehört zur Hygiene in Alten- und Pflegeheimen?
Hygiene betrifft nicht nur die Reinigung, sondern auch den richtigen Umgang mit Schutzkleidung, die Desinfektion von Flächen und eine fachgerechte Abfallentsorgung.
Wie oft wird im Pflegeheim geputzt?
Gemeinschaftsräume, Essbereiche und Sanitäranlagen werden täglich gereinigt. Häufig berührte Flächen wie Türklinken oder Handläufe müssen mehrmals täglich desinfiziert werden. Die Zimmer der Bewohner und Bewohnerinnen erhalten eine ebenfalls eine regelmässige Grundreinigung.
Was sind die Grundlagen der Hygiene in der Pflege?
Ein wirksames Hygienekonzept umfasst eine sorgfältige Händehygiene, das Tragen von Schutzkleidung und regelmässige Flächendesinfektion. Um die Umsetzung sicherzustellen, werden Pflegekräfte regelmässig geschult und die Einhaltung der Vorgaben überprüft.
Was prüft das Gesundheitsamt im Altenheim?
Das Gesundheitsamt kontrolliert die Umsetzung des Hygieneplans, die Schulung des Personals sowie Reinigungs- und Desinfektionsmassnahmen. Werden Mängel festgestellt, können Auflagen erteilt oder Sanktionen verhängt werden.
Wie sieht ein Hygieneplan im Pflegeheim aus?
Der Hygieneplan regelt Massnahmen zur Reinigung, Desinfektion und den Einsatz von Schutzkleidung. Er enthält zudem Vorgaben für den Umgang mit infektiösen Abfällen. Die Umsetzung wird dokumentiert und regelmässig kontrolliert.
Sind Tiere in Pflegeheimen erlaubt?
Tiere können das Wohlbefinden der Bewohner und Bewohnerinnen fördern. Allerdings gelten strenge Hygieneregeln, um Keimübertragungen zu vermeiden. Dazu gehören regelmässige Fellpflege, Impfungen und ein eingeschränkter Zugang zu sensiblen Bereichen wie Küchen oder Behandlungsräumen.
Welche Anforderungen gibt es an die Arbeitskleidung?
Pflegekräfte tragen spezielle Arbeitskleidung, die regelmässig gewechselt und gereinigt werden muss. Je nach Tätigkeit sind zusätzliche Schutzmassnahmen wie Handschuhe, Schürzen oder Masken erforderlich, um die Hygienevorschriften einzuhalten.