
Hygienevorschriften in der Schweizer Gastronomie I RALLOPACK
Hygienevorschriften in der Schweiz: Standards für Küche & Gastronomie
Ob exklusives Sternerestaurant, charmantes Panorama-Lokal oder traditionsreiche Schweizer Gastwirtschaft – Essen hat in der Alpenrepublik einen hohen Stellenwert und wird oft mit Leidenschaft zelebriert. Spezialitäten wie Raclette, Käsefondue oder die knusprige Rösti begeistern nicht nur Einheimische, sondern geniessen auch international einen hervorragenden Ruf.
Neben Genuss und Gastfreundlichkeit sind auch Präzision und Sorgfalt fest in der Schweizer Kultur verankert. Und das ist nicht nur ein blosses Klischee, sondern gelebte Realität. Das zeigt sich nicht nur in der Industrie und im Handwerk, sondern auch in Sachen Reinigung und Hygiene: Klare Hygienestandards legen fest, worauf es bei der Umsetzung eines Hygienekonzepts ankommt, sei es in der Pflege, in medizinischen Einrichtungen wie Hausarztpraxen und Krankenhäusern – oder eben in Gastronomiebetrieben. Im Folgenden erfahren Sie alles Wissenswerte zu den Schweizer Gastronomievorschriften.
Hygiene in der Schweizer Gastronomie: Gesetzliche Grundlagen
Die Bewirtung von Gästen und insbesondere der sichere Umgang mit Lebensmitteln ist in der Schweiz klar geregelt. Die Grundlage sämtlicher Gastronomievorschriften bildet das Schweizer Lebensmittelgesetz (LMG). Darüber hinaus existieren weitere nationale Verordnungen, die bei der Erstellung eines Hygieneplans berücksichtigt werden müssen. Aber auch das europäische Recht ist von Bedeutung, da viele Hygienemassnahmen an internationale Standards angelehnt sind.
Das Lebensmittelgesetz (LMG)- und weitere relevante Verordnungen
Das Lebensmittelgesetz (LMG) ist das zentrale Regelwerk für die lebensmittelrechtlichen Bestimmungen in der Schweiz. Ergänzend dazu definieren verschiedene Verordnungen spezifische Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit in der Gastronomie.
Die Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV) legt genau fest, welche Vorschriften bei der Herstellung, Verarbeitung und Lagerung von Lebensmitteln gelten. Zudem regelt sie, welche Materialien und Stoffe mit Lebensmitteln in Kontakt kommen dürfen, damit keine gesundheitsschädlichen Stoffe in Speisen oder Getränke übergehen. Das betrifft sowohl Verpackungsmaterialien wie Folien und Papierwaren, aber auch Gebrauchsgegenstände wie Besteck, Teller, Kunststoffbehälter oder Küchengeräte. So wird sichergestellt, dass nur Materialien verwendet werden, die keine unerwünschten Stoffe an Lebensmittel abgeben.
Konkretisiert werden die allgemeinen Hygienevorschriften durch die sogenannte Hygieneverordnung (HyV). Sie verpflichtet Schweizer Gastronomiebetriebe sicherzustellen, dass ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über grundlegende Hygienekenntnisse verfügen – dazu zählen etwa die richtige Händehygiene oder die Oberflächenreinigung. Darüber hinaus umfasst die Hygieneverordnung weitere spezifische Vorschriften, die unter anderem die Einhaltung von Kühlketten und geeignete Lagerbedingungen betreffen. Diese Vorgaben sind fester Bestandteil von Hygienekonzepten und Checklisten für die Reinigung von (Gross-)Küchen sowie anderen Gastronomiebereichen.
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Einfluss von EU-Vorgaben auf die Schweizer Gastronomie
Obwohl die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union ist, orientieren sich viele ihrer Lebensmittelstandards an den geltenden EU-Normen. Der Hintergrund: Einheitliche gesetzliche Standards erleichtern den Import und Export innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und tragen dazu bei, dass Lebensmittel, die in der Schweiz produziert wurden, internationalen Standards entsprechen.
So hat die Schweiz unter anderem ihre Deklarationsvorschriften überarbeitet und an EU-Standards angepasst. Hierunter fallen beispielsweise Nährwertangabe sowie Herkunftsbezeichnungen von Zutaten. Weitere Änderungen betreffen die Kennzeichnung von Allergenen. Während in der EU bereits Gruppenbezeichnungen wie „Nüsse“ oder „glutenhaltiges Getreide“ ausreichen, mussten in der Schweiz bislang alle Allergene einzeln benannt werden. Um die Kennzeichnung zu vereinfachen und den Import aus der EU zu erleichtern, wurde diese Vorgabe nun gelockert.
Hygienekonzept in der Gastronomie: Schutz vor Salmonellen & Co.
Bestimmte Bakterien wie z.B. E. coli und Campylobacter und einige Viren können an Lebensmitteln haften, ohne dass man sie sieht, riecht oder schmeckt. Andere Bakterien produzieren Giftstoffe, die sich im Lebensmittel ansammeln und so ebenfalls zu gesundheitlichen Beschwerden führen können.
Um die Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern, sind Schweizer Gastronomiebetriebe verpflichtet, ein umfassendes Hygienekonzept umzusetzen und die Einhaltung der Vorschriften eigenverantwortlich zu kontrollieren. Zudem gibt es eine Reihe baulicher und technischer Vorgaben, die für sichere Arbeits- und Lagerbedingungen sorgen sollen.
Ohne geht’s nicht: Bauliche Voraussetzungen & Wirtepatent
Damit eine einfache Reinigung und Desinfektion überhaupt möglich sind, ist es wichtig, dass Böden, Wände und Oberflächen aus glatten, nicht saugfähigen und leicht zu reinigenden Materialien (wie z. B. Edelstahl) bestehen. Darüber hinaus bedarf es eines leistungsstarken Abluftsystems, um Dampf, Gerüche und Fettpartikel nach draussen leiten zu können. Aber auch die Frischwasserzufuhr muss sichergestellt sein, um Verunreinigungen zu vermeiden und Hygienemängeln effektiv vorzubeugen. Aus demselben Grund muss auch das Abwassersystem in regelmässigen Abständen gewartet werden.
In vielen Schweizer Kantonen ist für die Eröffnung eines Gastronomiebetriebs ein „Wirte-Patent“ erforderlich. Hierbei handelt es sich um ein Zertifikat, das bestätigt, dass der Wirt oder die Wirtin über grundlegende Kenntnisse im Lebensmittelrecht und den geltenden Hygienevorschriften verfügt.
Reinigung der Räumlichkeiten
Eine systematische Reinigung der Räumlichkeiten ist das A und O, um Verunreinigungen und Keimübertragungen zu vermeiden. Doch wann muss eigentlich welcher Bereich gereinigt werden - und wie oft?
Ein betrieblicher Reinigungsplan verspricht hier Abhilfe. Er legt genau fest, was, wann und wie gereinigt werden muss. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf sensiblen Bereichen wie dem Kühlraum oder den Toilettenräumen. Folgende Reinigungsmittel und Utensilien haben sich hierbei bewährt:
1. Oberflächen: Leistungsstarke Öl- und Fettreiniger (z.B. von Gastro Pur), Alkohol- oder chlorbasierte Desinfektionsmittel für die Desinfektion von Flächen und Arbeitsgeräten.
• Bodenreinigung: Hochwertige Nass- und Trockensauber, Wischmopp-Systeme mit Farbcodierung (wie z.B. unser CLASSIC Mob) zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen sowie Bürsten, Besen und Wasserschieber.
• Geschirrreinigung: Gewerbliche Spülmaschinen mit hohen Temperaturen sowie fettlösende Reiniger.
• Lappen & Bürsten: Hygienische Einwegtücher oder wiederverwendbare Schwämme mit keimhemmender Beschichtung.
Tipp: Hygiene leicht gemacht: Weitere Informationen zum Thema Hygiene sowie dem passenden Reinigungsmaterial von A-Z finden Sie auf unserem Blog.
Hygiene des Personals
Neben einem umfassenden Hygienekonzept ist auch das Verhalten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entscheidend, wenn es darum geht, gesetzliche Vorschriften und betriebliche Standards einzuhalten:
1. Arbeitskleidung sollte aus einem leicht zu reinigen Material bestehen und täglich gewechselt werden.
2. Das Tragen von Haarnetzen oder Vlieshauben hilft dabei, Verunreinigungen durch Haare oder Hautschuppen zu vermeiden.
3. Regelmässiges Händewaschen ist unerlässlich – insbesondere nach dem Umgang mit rohen Lebensmitteln. Anschliessend kann bei Bedarf auch auf ein Händedesinfektionsgel zurückgegriffen werden.
Bei RALLOPACK finden Sie eine Vielzahl an Reinigungszubehör, das sich hervorragend für den Einsatz in der Gastronomie eignet, von mild-pflegenden Seifen wie der beliebten RALLO-Handseife bis hin zum handlichen Nasswisch- oder Reinigungswagen.

Lebensmittelhygiene & Abfallentsorgung
Eine sichere Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln sind essenziell, um gesundheitliche Risiken zu minimieren:
· Kühl- und Gefrierschränke müssen regelmässig auf die richtige Temperatur überprüft werden
· Rohprodukte sollten stets getrennt gelagert werden.
· Fleisch, Fisch, Gemüse und Backwaren müssen ebenfalls separat verarbeitet und aufbewahrt werden.
Zudem sollten sämtliche Lebensmittel regelmässig auf ihr Ablaufdatum kontrolliert werden, um verdorbene Produkte rechtzeitig auszusortieren – und anschliessend richtig zu entsorgen. Für eine hygienische Abfallentsorgung im Aussen- und Innenbereich gilt es folgende Hygienerichtlinien einzuhalten:
· Abfallbehälter mit Fusspedal können ohne Berührung geöffnet und geschlossen werden und gelten daher als besonders hygienisch.
· Eine konsequente Mülltrennung
· Speisereste sollten stets in separaten, gut verschliessbaren Behältern aufbewahrt werden.
· Mülltonnen und Lagerbereiche müssen regelmässig mit speziellen Desinfektionsmitteln gereinigt werden.
Um Schädlingen und der Entstehung unangenehmer Gerüche vorzubeugen ist es unabdingbar, die Abfallbehälter regelmässig zu leeren.
Hygiene als „Betriebssache“: Selbstkontrolle und Dokumentationspflichten
In der Schweiz liegt die Verantwortung, geltende Hygienestandards umzusetzen und die Sicherheit von Lebensmitteln zu gewährleisten, in erster Linie bei den Gastronomiebetrieben. Diese sind per Gesetz dazu verpflichtet, eine Art Selbstkontrollsystem zu etablieren, das sich an dem international anerkannten HACCP-Konzept orientiert (Hazard Analysis and Critical Control Points). Dieses basiert auf folgenden Kontrollmechanismen:
· Gefahrenanalyse und Risikoprävention: Im Rahmen des HACCP-Systems müssen Betriebe kritische Kontrollpunkte (CCPs) definieren – beispielsweise bei der Temperaturüberwachung von Kühlketten oder zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen.
· Dokumentationspflicht: Alle relevanten Prozesse müssen systematisch erfasst werden. Dazu gehört auch das regelmässige Erstellen von Temperatur- und Hygieneprotokollen.
· Regelmässige Kontrolle und Anpassung: Die Einhaltung der HACCP-Massnahmen wird kontinuierlich überprüft. Falls sich betriebliche Abläufe oder gesetzliche Anforderungen ändern, müssen die Kontrollmassnahmen entsprechend angepasst werden.
· Nachweisführung für Behörden: Die Schweizer Gesundheits- und Lebensmittelaufsichtsbehörden verlangen eine lückenlose Dokumentation, um die Einhaltung der Hygienevorschriften in der Gastronomie zu überprüfen.
Durch die konsequente Umsetzung eines effektiven HACCP-Systems ist es möglich, Risiken frühzeitig zu erkennen. Desweiteren dient die lückenlose Dokumentation als rechtliche Absicherung und erleichtert behördliche Kontrollen.
Hygienerichtlinien in der Schweiz: Strafen und Bussgelder
Verstösse gegen die Hygieneverordnung können für Schweizer Gastronomiebetriebe schwerwiegende Konsequenzen haben. Je nach Art und Schwere des Verstosses drohen Bussgelder, behördliche Massnahmen oder sogar eine Betriebsschliessung. Neben finanziellen Einbussen kann auch der Ruf des Betriebs erheblich leiden, vor allem dann, wenn sich die Behörden dazu entschliessen, die Hygienemängel öffentlich zu machen.
Häufige Hygienemängel sind beispielsweise:
• Falsche Deklaration von Speisen: Werden Allergene oder Zusatzstoffe nicht korrekt gekennzeichnet, kann dies für Allergiker lebensgefährlich sein. Ein klares Kennzeichnungssystem sowie Checklisten helfen, Fehler bei der Deklaration zu vermeiden.
• Unzureichende Kühlkette: Werden leicht verderbliche Lebensmittel nicht ausreichend gekühlt, besteht das Risiko der Vermehrung gefährlicher Bakterien wie Salmonellen oder Listerien. Eine regelmässige Temperaturkontrolle mit Kühlthermometern und die Nutzung von isolierten Transportboxen helfen, die Kühlkette aufrechtzuerhalten.
• Unsaubere Küchenbereiche: Rückstände von Lebensmitteln und eine mangelhafte Reinigung begünstigen die Verbreitung von Keimen. Abhilfe schaffen Flächendesinfektionsmittel, Putzlappen und Reinigungstücher sowie Bodenwischer.
Wer auf eine ausreichende Hygiene achtet, vermeidet nicht nur Sanktionen, sondern sorgt auch dafür, dass sich die Gäste rundum wohlfühlen.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, setzten wir bei RALLOPACK auf professionelle Reinigungssysteme– für maximale Sauberkeit, dort, wo sie nötig ist. Kontaktieren Sie uns, gerne per E-Mail oder auch telefonisch - und profitieren Sie noch heute von unseren exklusiven Angeboten und Aktionen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Hygienevorschriften in der Gastronomie
Welche Hygienevorschriften gelten in Deutschland und Österreich für die Gastronomie?
In Deutschland bildet die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene zusammen mit der nationalen Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) die Grundlage für hygienische Anforderungen in gastronomischen Betrieben. In Österreich regelt das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) die entsprechenden Hygienevorschriften.
Was ist das HACCP-Konzept und warum ist es wichtig?
Das HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points) ist ein präventives System, das potenzielle Gefahren für die Lebensmittelsicherheit identifiziert, bewertet und kontrolliert. Es hilft Betrieben, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen.
Welche Konsequenzen drohen bei Verstössen gegen Hygienevorschriften?
Verstösse gegen Hygienevorschriften können zu Bussgeldern, behördlichen Massnahmen bis hin zur Betriebsschliessung führen. Zudem kann der Ruf des Betriebs erheblich leiden, insbesondere wenn Hygienemängel öffentlich gemacht werden.